Wenn Sie möchten, dass Ihr Bevollmächtigter für Sie eine Immobilie verkaufen können soll, dann sollten Sie Ihre Unterschrift unter der Vorsorgevollmacht öffentlich beglaubigen lassen. Den ansonsten kann Ihr Bevollmächtigter keine Eintragung im Grundbuch vornehmen lassen.

Nicht erforderlich ist, dass die Vorsorgevollmacht notariell beurkundet wird. Dies ist ein weit verbreiteter Irrtum, der sich sogar in Musterformularen und in juristischer Literatur findet. Eine notarielle Beurkundung ist nur in wenigen Fällen notwendig (z.B. bei der Bevollmächtigung zum Abschluss eines Verbraucherkreditvertrags).

Wo kann ich eine Unterschrift öffentlich beglaubigen lassen?

Sie können Ihre Unterschrift kostengünstig bei den Betreuungsbehörden (in manchen Orten auch Betreuungsstellen genannt) beglaubigen lassen – dies kostet pro Unterschrift 10 Euro. In Düsseldorf befindet sich die Betreuungsbehörde auf der Willi-Becker-Allee 7 hinter dem Hauptbahnhof. Natürlich können Sie Ihre Unterschrift auch bei einem Notar öffentlich beglaubigen lassen.

Was passiert, wenn die Unterschrift nicht öffentlich beglaubigt wurde?

Steht der Verkauf einer Immobilie an, muss für diesen Aufgabenbereich „Verkauf des Hauses“ ein gesetzlicher Betreuer bestellt werden, da die Vorsorgevollmacht ohne Beglaubigung der Unterschrift für Immobiliengeschäfte nicht „greift“.

Die Auswahl des Betreuers erfolgt grundsätzlich durch das Gericht. Haben Sie jedoch eine Betreuungsverfügung errichtet und in dieser selbst bestimmt, wer Ihr gesetzlicher Betreuer werden soll (z.B. Ihr Bevollmächtigter), wird das Gericht diese Person als Betreuer bestellen, wenn dies nicht Ihrem Wohl zuwider läuft.

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