Betreuungsverfügung

Betreuungsverfügung –  Was regelt diese?

Für den Fall, dass ein Betreuungsgericht für Sie einen Betreuer bestellen muss, können Sie mit einer Betreuungsverfügung dem Gericht mitteilen, wen Sie sich als Betreuer wünschen. An diesen Vorschlag ist das Gericht gebunden, wenn dies nicht Ihrem Wohl zuwiderläuft.

Auch können Sie mit einer Betreuungsverfügung dem Gericht mitteilen, wen Sie nicht als Ihren Betreuer möchten.

Was ist rechtliche Betreuung?

Wenn Sie Ihre Angelegenheiten aufgrund einer Krankheit oder Ihres Alters nicht mehr selbst erledigen können, kann Ihnen vom Gericht ein Betreuer als rechtlicher Vertreter zur Seite gestellt werden (z.B. wenn Sie Ihre Vermögensangelegenheiten oder Ihre gesundheitliche Vorsorge nicht regeln können).

Eine Betreuung darf nur das Betreuungsgericht anordnen. Dies geschieht meist auf Anregung von Krankenhäusern, Pflegeheimen oder Angehörigen. Jeder kann aber auch für sich selbst einen Antrag auf Betreuung stellen.

Bitte beachten Sie, dass die gesetzliche Betreuung oft gravierende Nachteile nach sich ziehen kann.

Betreuung kann teuer sein

Die Kosten Ihrer Betreuung zahlen Sie (nur falls Sie mittellos sind, hat der Staat die Betreuungskosten zu tragen).

Bestellt das Betreuungsgericht einen Berufsbetreuer, so erhält dieser eine Pauschalvergütung zwischen 54 EUR und 374 EUR im Monat – gleichgültig wie viel der Betreuer leistet (das bedeutet natürlich auch: je weniger ein Betreuer leistet, desto höher ist sein Lohn pro Stunde).

Angehörige als ehrenamtliche Betreuer erhalten keine Vergütung. Sie erhalten lediglich eine geringe Aufwandspauschale.

Betreuungsverfügung und Vorsorgevollmacht

Idealerweise haben Sie eine Vorsorgevollmacht erstellt. Denn durch eine Vorsorgevollmacht kann eine rechtliche Betreuung vermieden werden. Ein Betreuungsgericht wird dann gar nicht erst tätig.

Die Betreuungsverfügung verliert deshalb an Bedeutung, sofern eine Vorsorgevollmacht existiert. Aber selbst wenn Sie eine Vorsorgevollmacht erstellt haben, hat sie eine wichtige ergänzende Funktion. Denn sollte es – aus welchen Grund auch immer – trotz Vorliegen einer Vorsorgevollmacht zu einer rechtlichen Betreuung kommen, können Sie wenigstens Ihren Betreuer selbst bestimmen. Zur Sicherheit sollte daher immer auch eine Betreuungsverfügung erstellt werden.

 

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